Vorwort

 

Oft ist es wünschenswert die Leistung von einem Laser zu wissen. Aus diesem Grunde habe ich mir einen Laser-Leistungsmeßgerät (Power-Meter) gebaut.
Eine Laserschutzbrille kann mit solch einem Meßgerät auch wunderbar getestet werden.

Laser Leistungsmeßgerät

 
Der Leistungsmesser:
Eigentlich brauch man nicht unbedingt einen aber somit konnte ich meine 808nm Schutzbrille wenigstens testen.
Der Leistungsmesser ist so empfindlich das die Wärmestrahlung der Hand aus 1m Entfernung die Anzeige "tanzen" läßt.
 
10 SMD-Widerstände á 10 Ohm verlötet und mit 2-Komponenten Wärmeleitkleber auf ein Peltierelement (15x15mm) verklebt.
Die Widerstände dienen jediglich zur Kalibrierung des Leistungsmessers.
 
Dann verdrahtet und mit 2-Komponentenkleber fixiert damit die SMD-Widerstände nicht beschädigt werden.
 
Das Gehäuse aus Aluminium mit Kühlfahnen für eine konstante Referenztemperatur. In der Vertiefung (Windschutz) ist nun das modifizierte Peltierelement mit Wärmeleitkleber am Gehäuse angeklebt worden. Für bessere Absorbtion der Strahlung ist alles mit Kerzenruß geschwärzt worden.
 
Ein Blick ins Innere. Der untere Teil ist angeschraubt und dient auch als Zugentlastung für die elektrischen Anschlüsse.
 
Eine Gravur macht schon was her. Das Aluminium-Gehäuse wurde sandgestrahlt.
 
Die Elektronik kommt in einem gekauften Kunststoffgehäuse unter. Die Spannungsverstärkung (welches das Peltierelement bei Temperaturunterschieden liefert) erfolgt über einen Chopperverstärker. Ein einfacher OPV liefert eine Mittenspannung die der Chopper benötigt. Das verstärkte Signal wird über ein galvanisch getrenntes Voltmodul ausgegeben. Drei Messbereiche lassen sich durch genaue Spannungsteiler einstellen. Ein Vorteil ist die geringe Stromaufnahme und somit bietet sich ein Batteriebetrieb an.
 
Vorne die zwei Anschlüsse (Drähte) sind zum kalibrieren (direkte Verbindung mit den 10 Widerständen). Eine definierte Spannung anlegen und den fließenden Strom dabei messen. Die abgegebene Leistung errechnen P=U*I und mit dem Spindeltrimmer den Wert im Display einstellen (Verstärkung). Die Kennlinie von Temperatur und Spannung ist fast linear und somit ideal für den Stufenschalter der die "genauen" Spannungsteiler einstellt.
 
Jetzt einen Laser drauf halten und die Anzeige beobachten.
 
Aha, viel weniger als angenommen. Komisch... Komisch... Sollte das Doppelte sein.
 
Gedämmtes Licht und Langzeitbelichtung lassen es schöner aussehen.

Danksagung

 
Im Forum von Laserfreak.net findet man viele nützliche Dinge, vor allem die Idee mit dem Laser Leistungsmesser habe ich mir dort abgeschaut. Super Forum sehr zu empfehlen!
Ein Link zum Forum in dem es um Leistungsmesser geht.
Oder ein Link zum Schaltplan den ich auch verwendet habe.
 

Kommentare & Fragen (6)


  • Marcus Wagner schrieb am 11.05.2012, 17.13 Uhr

    Super Sache, danke für die kleine Anleitung und die Links!! :c)

    wo bekomme ich das Plastikgehäuse her? gibt es da eine Bestellnummer?


    LG,

    Marcus

    Antwort: Das Gehäuse habe ich bei Reichelt gekauft, Bestellnummer: TEKO TBT B9


  • Tom schrieb am 08.05.2012, 00.44 Uhr

    Sorry, habs kapiert :-).
    Ist schon was spät.


  • Tom schrieb am 08.05.2012, 00.43 Uhr

    Welchen Sinn hat die USB-Buchse?


  • Django schrieb am 10.02.2012, 23.15 Uhr

    Ihr könnt die Schaltung noch Stabiler machen indem man bei IC 2 an PIN 4 einen 220nF kondensator zur Masse schaltet.Ferner ist ein Manuelles Nullen mit zwei widerständen von 330k und einem 10K Poti möglich. Die R-330K an U+ dazwischen den 10k Poti dann den Schleifer an Pin 4 und zuletzt den dritten kontakt des Potis an den nächsten Widerstand 330k
    löten und zum schluss den widerstand an Masse.
    Fertig....have Fun.

    Antwort: Danke für die Tipps.


  • Hoppe schrieb am 09.11.2011, 10.24 Uhr

    Auf welche Seite des TEC KALTE oder Warme Seite kommen die Widerstände?

    Antwort: Das ist egal. Es gibt auch keine warme und kalte Seite, das ist lediglich von der Polung abhängig.


  • Johannes schrieb am 14.10.2011, 10.06 Uhr

    Wie stellt du alle deine echt super designten Metall- und Holzteile her. Hast du Zugang zu einer CNC-Fräse?

    Antwort: Ja

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    Stand 12.09.2010

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